Das Kleingartenwesen in der DDR - Verband der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK)


Die weitere Entwicklung des Kleingartenwesens in der DDR unter Führung des VKSK

Mit der Loslösung der Kleingartenhilfe aus dem FDGB Mitte 1951 begann das Bemühen um eine eigenständige Verbandsarbeit im Kleingartenwesen.

Der VKSK übernahm diese Rolle bis 1990. In dieser Zeit unterlag er in hohem Maße der zentralistischen Einflußnahme des ZK (Zentralkomitee) der SED (Sozialistische Einheitspartei Deutschlands).

Geschichtlicher Überblick

  • 15. Juli 1952: Beschluss des Politbüros der SED zur Bildung eines
    "Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter" (VKSK).
  • Am 16. Oktober 1952 konstituiert sich der Zentralverband und nimmt am 1.Januar 1953 seine Arbeit auf. Am 11. Mai 1953 wird die offizielle Verbandsgründung durch das ZK der SED abgelehnt und eine Diskussion über die Reorganisation des Verbandes eingeleitet.
  • 9. Dezember 1953: Beschluss des ZK der SED über die Auflösung des Zentralverbandes und den Aufbau des VKSK nur auf Orts- und Kreisebene.
  • 22. April 1954: Die Regierung der DDR erlässt die "Verordnung zur Förderung des Kleingarten- und Siedlungswesen und der Kleintierzucht". Die Kreisverbände des VKSK werden den örtlichen Räten unterstellt.
    In Karl-Marx-Stadt wird ab 12. Mai 1954 der "Kreisverband des VKSK" als juristische Person beim Rat der Stadt geführt.
  • 22. April 1959: Zustimmung des ZK der SED zur Gründung desa Zentralverbandes des VKSK.
  • 29. November 1959: Der zentrale Verband des VKSK der DDR wird in Leipzig gegründet.
    Der zentralistische Aufbau einer eigenständigen Organisation wird vollzogen.

    1.  Verbandstag des VKSK 1963 in Leipzig
    2.  Verbandstag des VKSK 1966 in Leipzig
    3.  Verbandstag des VKSK 1970 in Berlin
    4.  Verbandstag des VKSK 1977 in Magdeburg
    5.  Verbandstag des VKSK 1982 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz)
    6.  Verbandstag des VKSK 1988 in Dresden
  • 22. Mai 1976: Der XI. Parteitag der SED nimmt das neue Parteiprogramm an. In der Folgezeit erfolgt die stärkere gesellschaftliche Anerkennung der Kleingärtner und die Förderung des Kleingartenwesens.
  • 15. September 1977: Verfügung des Ministerrates der DDR zur planmäßigen Erhöhung der Anzahl der Kleingartenanlagen. Bis 1989 werden in Karl-Marx-Stadt (Chemnitz) 77 Kleingartenanlagen gestaltet. Davon existieren heute 2 nicht mehr.
    Neugründungen von 1977 bis 1989
  • 27. Oktober 1990: Außerordentlicher Verbandstag des VKSK in Berlin.
    Beschluss über die Auflösung der Organisation zum 31.12.1990.