Der Anfang des Kleingartenwesens in Chemnitz bis zum Ende des Ersten Weltkrieges
 

Chemnitz wird industrielles Zentrum Sachsens und Großstadt

Die erste geschichtliche Erwähnung von Kleingärten in Chemnitz erfolgte zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Mit der industriellen Entwicklung in Chemnitz stieg die Bevölkerung sprunghaft an. Als Ausgleich für die beengten Wohn- und Arbeitsverhältnisse entstanden die ersten Kleingartenanlagen.

Die geschichtliche Entwicklung des Kleingartenwesens in Deutschland ist ausführlich im Kleingärtnermuseum in Leipzig dokumentiert (Internetadresse www.kleingarten-museum.de).

Entwicklung von der Gründung bis 1918 

Vereinsfahne
Vereinssignet

  • 28. August 1895: 1. Erzgebirgische Gartenbauausstellung in Chemnitz
  • 14. November 1895: Mit dem Gartenbauverein "Gartenlaube" e.V. Chemnitz-Schloss wird der erste "reine" Kleingärtnerverein gegründet. Das "Chemnitzer Tageblatt" sprach von einem "Gartenbauverein für Dilettanten".
  • 10. Juli 1896: gründet sich der Naturheilverein "Gesundheit" j.P. Chemnitz-Bernsdorf.
        * Vereine, welche vor 1900 gegründet wurden und heute noch existieren:

Kleingärtnerverein "Jungborn-Reichenhain" e.V. , gegründet 1868
Kleingärtnerverein "Gartenlaube" e.V. , gegründet 1895
Kleingärtnerverein "Gesundheit" e.V. , gegründet 1896
Kleingärtnerverein "Am Gemeindewald" e.V. , gegründet 1899
Lauben damals (Wassermannlaube u.a.)
   

  • bis 1918: werden 32 Kleingartenanlagen geschaffen, wovon heute noch 25 existieren. Verdienste bei der Gründung von Kleingartenanlagen erwarben neben dem bekannten Wirken des Geheimen Kommerzienrat von Zimmermann solche Chemnitzer Fabrikanten wie Beyer, Reinecker, Schubert & Salzer, Riemann u.a.

Die 32 bis 1918 gegründeten Kleingärtnervereine
Kurzbiographie des Geheimen Kommerzienrates
von Zimmermann